Die 3 größten Fehler in meiner eigenen Masterarbeit

Die 3 größten Fehler, die ich in meiner eigenen Abschlussarbeit gemacht habe

Vielleicht denkst Du ja, dass ich als Expertin für Abschlussarbeiten meine eigenen Arbeiten locker gewuppt habe. Auf meine Bachelorarbeit (2008) trifft das sogar einigermaßen zu. Da hatte ich zwar auch Ups and Downs, bin aber insgesamt gut vorangekommen. Bei meiner Masterarbeit (2010) habe ich aber quasi alles dafür getan, mir das Leben möglichst schwer zu machen. Ich möchte Dir hier von meinen 3 größten Fehlern berichten, damit Du daraus lernen kannst.

1. Ich habe mit (fast) niemandem über meine Schwierigkeiten gesprochen

Schon gar nicht mit anderen Leuten aus meinem Studiengang oder das zumindest erst zu einem sehr späten Zeitpunkt. Mein Studiengang war “elitär angehaucht” und ich habe mich in diesem Rahmen nie wirklich zugehörig und oft irgendwie minderwertig gefühlt. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass andere meine Probleme nachvollziehen können. Und bei den Leuten, die mir näherstanden und die selbst auch Schwierigkeiten hatten, wollte ich selbst nicht so viel Raum einnehmen. Erst als der Knoten schon fast geplatzt war, habe ich allen Mut zusammengenommen und mich zwei Leuten anvertraut, was dann auch extrem erleichternd war.

2. Ich wollte bei meiner Betreuung einen guten Eindruck machen

Natürlich ist es okay, pünktlich und gut vorbereitet zu Terminen zu erscheinen. Aber ich habe es sehr lange rausgezögert, über meine Schwierigkeiten zu sprechen und habe Termine immer wieder verschoben von wegen “brauche mehr Zeit”. Gerade weil mein Betreuer extern war, mich also nicht betreuen “musste”, wollte ich nicht nerven und meine Probleme selbst lösen. Erst als ich schon kurz davorstand, mein Studium abzubrechen, habe ich dann doch eine Mail geschrieben, dass ich feststecke und leider nicht weiß, wie ich das lösen soll. Das haben wir beim nächsten Termin dann aber gemeinsam hinbekommen.

3. Ich habe mich nicht getraut, meinen Themenvorschlag genauer auszuarbeiten

Aufgrund meiner Unsicherheit bin ich mit meinem Themenvorschlag erstmal (sowohl theoretisch als auch methodisch) möglichst vage geblieben. Als das dann nicht ausreichte, dachte ich, dass mein Themenvorschlag nicht innovativ oder einfach nicht krass genug war, hab mir was komplett neues ausgedacht und das auch wieder sehr vage beschrieben… Dabei hätte ich auch einfach meinen ersten Vorschlag mal konkreter ausarbeiten können. Denn merke: Nur auf einen möglichst konkret ausgearbeiteten Vorschlag kann es auch eine konstruktive und konkrete Rückmeldung geben, mit der Du dann sinnvoll weiterarbeiten kannst. Es ist ganz normal, dass Dein Vorschlag dann noch überarbeitet werden muss. Also trau Dich und warte nicht auf das ‘Go!’ für eine vage Idee, denn das wirst Du wahrscheinlich nicht bekommen.

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Und Du? Welche 3 Dinge hast Du jetzt schon im Rahmen Deiner Abschlussarbeit gelernt (fachlich oder auch über Dich selbst oder Deine Arbeitsweise)?

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