Was kann ich in stressigen Zeiten für mein Wohlbefinden tun?

Was kann ich in stressigen Zeiten für mein Wohlbefinden tun?

Was tust du in stressigen Lebensphasen für Deine psychische und körperliche Gesundheit? Oder neigst Du dazu, Dein eigenes Wohlbefinden dann an die letzte Stelle zu setzen?

Es gibt den Mythos, dass alle anderen Lebensbereiche während der Abschlussarbeit zurückstehen müssen, dass es dazugehört, Dich nur noch mit Kaffee, Energy-Drinks, Einsamkeit und Tiefkühlpizza statt Schlaf über Wasser zu halten und nach der Abgabe erschöpft zusammenzubrechen.
Das ist aber nicht der einzig mögliche und natürlich auch nicht der beste Weg. Dauerhafter Stress ist nämlich ziemlich ungesund.

Gerade wenn Du gar nicht die Möglichkeit hast, jeden Tag 8 Stunden am Schreibtisch zu sitzen, weil Du z. B. kleine Kinder hast, von chronischen Krankheiten oder Behinderungen betroffen bist oder Vollzeit arbeitest, fühlst Du Dich vielleicht besonders unter Druck gesetzt, jede freie Minute nutzen zu müssen und dann auch noch alles perfekt zu machen und Ansprüchen von anderen Leuten zu genügen.

Mir liegt es sehr am Herzen, da andere Wege aufzuzeigen. Das mache ich ja bereits in Einzelcoachings, möchte aber auch, dass das Thema allgemein sichtbarer wird.

Da mich dieses Stressthema als Selbständige in ähnlicher Weise betrifft, fange ich einfach mal bei mir selbst an und berichte in diesem Video, welche 10 Dinge ich im Alltag für meine psychische und körperliche Gesundheit tue.

Das Fazit des Videos möchte ich Dir gerne schon mal vorab verraten:

Hab Mut Deinen eigenen Weg zu gehen, aber erkaufe Dir diesen Weg nicht durch Perfektion 🙂

Was ich im Alltag für mein Wohlbefinden tue

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Welche 10 Dinge mache ich im Alltag für mein Wohlbefinden?

Hier meine Liste (falls Du Dich fragst, was ich im Video erzähle):

  1. Ich profitiere sehr davon, mal einen 8-wöchigen Achtsamkeitskurs besucht zu haben. Dadurch habe ich Meditation für mich entdeckt und außerdem gelernt, mehr auf meine Bedürfnisse zu achten. Früher war ich nämlich ein ganz extremer Kopfmensch… Falls Du so ein Kurs Dir gerade zu umfangreich ist oder es in Deiner Nähe keine Angebote gibt, empfehle ich das Buch “Achtsamkeitstraining” von Jan Thorsten Eßwein (Affiliate Link*)
  2. Mindset-Trick gegen die Perfektionismus-Falle: Ich darf nicht alles perfekt machen! Bei den Aufgaben, die zu meinem “Kerngeschäft” gehören (Einzelcoachings, schriftliche Feedbacks und Webinare) ist mir eine hohe Qualität sehr wichtig. Bei allen anderen Aufgaben (Blogartikel schreiben, Videos filmen und schneiden…) habe ich mir verboten, 100% zu geben 🙂
  3. Ja, ich habe tatsächlich ein Morgenritual. Meins dauert ca. 15 Minuten. Und nein, es müssen jetzt natürlich nicht alle dem Trend folgen und ein Morgenritual entwickeln. Aber mir hilft es dabei, Dinge die mir gut tun, regelmäßig einzubauen.
  4. Ich koche mir fast jeden Mittag was. Im Schnellverfahren. Natürlich nicht in dem Sinne, dass ich mich dabei unter Zeitdruck setze. Ich koche einfach total simple Gerichte, die andere vielleicht langweilig finden, und ich verwende z. B. für Kartoffeln, Hülsenfrüchte und Eintöpfe einen Schnellkochtopf.
  5. Wenn ich abends Termine habe, will ich nicht den ganzen Tag nur am Schreibtisch sitzen und dadurch einen superlangen Arbeitstag haben. Deshalb baue ich bewusst eine längere Pause zwischendurch ein und gehe z. B. vor Abendterminen zum Sport, verabrede mich oder gehe mit einem guten Buch zur Plasmaspende. Zu Hause chillen klappt bei mir nämlich nicht so gut, wenn ich später noch einen Termin habe.
  6. Ich plane nach Möglichkeit feste/begrenzte Arbeitszeiten ein. Die anderen Zeiten sind dann frei 🙂
  7. Ich suche mir gezielt Austausch. Virtuell und analog.
  8. Ich trinke ausreichend Wasser und Tee. Kaffee nur noch ab und zu als Genussmittel.
  9. Natürlich habe auch ich noch ganz viele Baustellen, versuche aber, den IST-Zustand zu akzeptieren. Nee, das schließt nicht aus, an manchen Baustellen auch gleichzeitig aktiv zu arbeiten. Aber es gibt auch Baustellen, die mal ruhen dürfen. Z. B. habe ich akzeptiert, dass ich alle paar Wochen Kopfschmerzen habe und die Ursache bisher nicht ergründen konnte. So habe ich halt ab und zu mal eine Zwangspause.
  10. Eine Sache, mit der ich noch experimentiere: Ich höre öfter mal auf spontane Impulse, auch wenn meine Planung eigentlich etwas anderes vorsieht. Darauf hat mich Slow Business Coach Jesta Phoenix gebracht, die übrigens auch einen sehr spannenden Podcast hat (unaufgeforderte Werbung).

Willst Du noch mehr Tipps? Ich habe auch noch ein paar andere Expert*innen gefragt, was sie im (stressigen) Alltag für Ihr Wohlbefinden tun und Ihre Antworten hier gesammelt.

Übrigens geht es in dieser Podcast-Folge meiner Kollegin Shyney Vallomtharayil (unaufgeforderte Werbung) auch um das Thema, entspannte Inseln im ansonsten vielleicht stressigen oder vollgepackten Alltag zu finden.

Was machst Du im Alltag für Dein Wohlbefinden und was würdest Du gerne mal ausprobieren? Ich freue mich über Deine Kommentare 🙂

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