Aller Anfang ist schwer! – 11 Tricks, mit denen Du trotzdem endlich loslegen kannst

Aller Anfang ist schwer! – 11 Tricks, mit denen Du trotzdem endlich loslegen kannst

Manchmal fällt es schwer, mit einer wichtigen Aufgabe (wie z. B. dem Schreiben an der Abschlussarbeit) anzufangen oder nach längerer Pause wieder einzusteigen.

Was kannst Du tun, wenn Du seit Tagen oder Wochen gute Vorsätze hast, aber einfach nichts passiert oder Du immer wieder abgelenkt wirst? 

Pick Dir aus der folgenden Liste 3 Sachen raus, die Du in der kommenden Woche ausprobieren möchtest:

1. Arbeite mal woanders!

Du kannst z. B. statt am heimischen Schreib- oder Küchentisch in einer Bibliothek arbeiten oder Dir zu Hause einen neuen festen Arbeitsplatz einrichten. Egal, wenn es nicht für alle Aufgaben möglich ist, weil Du dafür zu viel mitnehmen müsstest. Dann machst Du erstmal nur einzelne Aufgaben an einem anderen Ort wie z. B. Notizen machen, lesen, überarbeiten, oder mal einen Text ins Blaue schreiben.

2. Verabrede Dich zum Schreiben!

Du kannst Dich mit einer anderen Person treffen, die auch etwas schaffen will. Das geht auch virtuell (z. B. über Skype), wenn Ihr an unterschiedlichen Orten arbeitet.

3. Nutze die Pomodoro-Technik!

Lege fest, woran Du arbeiten willst und arbeite dann 25 Minuten lang ausschließlich an dieser Aufgabe. Du kannst einen Küchenwecker oder eine App verwenden, um die Zeit zu stoppen. Dann machst Du 5 Minuten Pause, bevor Du die nächste Einheit startest. Nach spätestens 4 Einheiten aber unbedingt eine längere Pause machen, damit Du fit bleibst 🙂  Wenn Dir das Anfangen ganz besonders schwer fällt, dann mach doch erstmal nur eine einzige Pomodoro-Einheit. Denn wie schlimm kann es in 25 Minuten schon werden? Wenn das immer noch zu schwierig erscheint, plane 10 Minuten ein. Das schaffst Du!

4. Teile Dir den großen Berg ein kleine Etappen ein!

Aufgaben wie „Kapitel X schreiben“ können sich bedrohlich und unmöglich anfühlen. Dann hilft es, die Aufgabe in kleine Teilschritte zu unterteilen. Nimm Dir Stift und Zettel oder öffne ein Dokument und liste auf, welche kleinen Teilschritte dazugehören, z. B. Literatur besorgen, bestimmte Texte lesen, Stichpunkte machen, Kapitelstruktur visualisieren, einen unklaren Punkt mit der Betreuung besprechen, über Formalitäten informieren, Rohversionen von einzelnen Teilabschnitten schreiben, überarbeiten, jemanden um Feedback bitten, Feedback einarbeiten…. Und immer wenn Dir ein Teilschritt zu groß erscheint, versuche in auf kleinere Schritte herunterzubrechen – notfalls bis auf die Ebene „Word Dokument erstellen und abspeichern“ oder „Rechner hochfahren“, wenn es dann leichter fällt.

5. Tausche Dich aus!

Vielleicht fühlst Du Dich alleine in Deiner Situation und hast noch niemandem erzählt, dass Du gerade Schwierigkeiten hast, anzufangen. Wem könntest Du davon erzählen? Vielleicht geht Kommiliton*innen von Dir ganz ähnlich, aber niemand redet darüber. Du kannst auch Leute um Hilfe bitten, die schonmal eine Abschlussarbeit geschrieben haben. Was fanden sie damals hilfreich?

6. Mach es erstmal schlecht!

Oft kann der Druck, ein perfektes Ergebnis abliefern zu wollen, sehr hinderlich sein. Mach doch das was Du vorhast erstmal so richtig grottenschlecht! Dann kannst Du das Ergebnis entweder schrittweise überarbeiten oder daraus lernen, was Du in einer späteren Version besser machen willst und wie Du das anstellen könntest.

7. Verpflichte Dich!

Erzähle anderen, was Du wann machen willst. Dann musst Du Dich wirklich hinsetzen, wenn Du unangenehme Nachfragen vermeiden willst. Du kannst auch jemanden bitten, Korrektur zu lesen und dafür einen festen Termin verabreden. Oder Du vereinbarst eine Deadline mit Deiner Betreuung.

8. Such Dir ein Vorbild!

Wen bewunderst Du? Wer würde die Aufgabe, die gerade vor Dir liegt, bestimmt gut hinbekommen? Das kann eine berühmte Person sein, jemand fiktives, eine historische Figur oder jemand aus Deinem Bekanntenkreis oder Deiner Familie. Überlege, was diese Person jetzt konkret tun würde, wenn sie vor derselben Aufgabe stünde.

9. Distanziere Dich innerlich von Deiner Aufgabe!

Das Anfangen kann schwierig sein, weil die Arbeit an einer Aufgabe emotional aufgeladen ist oder das Ergebnis eng mit Dir als Person verknüpft ist. Dann kannst Du Dir vorstellen, dass Du die Aufgabe gar nicht für Deine eigene Bachelor- oder Masterarbeit erledigst, sondern als Auftragsarbeit für jemand anderes. Oder Du stellst Dir vor, Teilnehmer*in an einer psychologischen Studie zu sein, bei der Du als Aufgabe etwas schreiben musst. Oder Du konzentrierst Dich selbst darauf, Deinen eigenen Schreibprozess neugierig zu erforschen, aber nicht zu bewerten („aha, interessant, wenn das Handy piept, habe ich den Drang, sofort nachzuschauen“; „mir beim Lesen Notizen zu machen, fällt mir leicht“; wenn ich das Gefühl habe, keine gute Formulierung finden zu können, beschäftige ich mich damit sehr lange“).

10. Durchbreche Deine Gewohnheiten!

Nicht mit einer Aufgabe anzufangen oder sich von bestimmten Dingen ablenken zu lassen, kann auch zur lästigen Gewohnheit werden. Übe Dich im Alltag darin, Dinge auch mal anders zu machen und putze z. B. mal Deine Zähne in einer anderen Reihenfolge oder nimm einen anderen Weg oder ein anderes Fortbewegungsmittel zur Arbeit oder zum Einkaufen. Und dann überlege, welche Kleinigkeiten Du anders machen könntest, wenn Du Dich an Deine Abschlussarbeit setzt (Wobei auch das Sitzen eine Gewohnheit sein kann. Warum nicht mal im Stehen arbeiten, sofern Dir das körperlich möglich ist…).

11. Überlege, welche Vorteile es Dir bringt, die Aufgabe aufzuschieben!

Schau Dir dazu am besten auch mal diesen Blogartikel von Jutta Wergen an. Wenn Dir das Aufschieben gar keine Vorteile bringen würde, dann würdest Du es vermutlich nicht tun. Überlege auch, wie Du diese Vorteile auf andere Weise erreichen könntest.

Welche 3 Tricks möchtest Du in der kommenden Woche ausprobieren, um endlich loszulegen? Nutze gerne das Kommentarfeld, um Dich sozial zu verpflichten!

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