Ein Exposé für deine Abschlussarbeit – Warum Du unbedingt eins schreiben solltest

Ein Exposé für Deine Abschlussarbeit – Warum Du unbedingt eins schreiben solltest

Exposé Abschlussarbeit

Hinweise, was in welchen Teil eines Exposés für die Bachelor- oder Masterarbeit gehört, findest du im Netz ganz viele (z. B. bei der Schreibwerkstatt). Oft gibt es auch spezielle Vorgaben vom Institut oder vom Lehrstuhl. In diesem Blogartikel möchte ich das Pferd einmal von hinten aufzäumen und mich mit dem Sinn und Zweck des Exposés befassen. Einige Fragen, die du dir möglicherweise zur Ausgestaltung des Exposés stellst, kannst du dir dann auf Basis dieser Überlegungen beantworten.

Vielleicht verlangt die Betreuung deiner Abschlussarbeit, dass du ein Exposé einreichst oder möchte deine Fragen nur auf Basis eines Exposés beantworten. Auch wenn du kein Exposé einreichen musst, kann dieses Tool ein sinnvoller Startpunkt für deine Abschlussarbeit sein:

  1. Du bist gezwungen, zu einem frühen Zeitpunkt dein Vorhaben in Worte zu fassen und zu konkretisieren.
  2. Du lässt deine Betreuung (oder andere Menschen, die dir Feedback geben) an deinen konkreten Ideen und Gedanken teilhaben und kannst dadurch wertvolle Hinweise für die weitere Bearbeitung deines Themas bekommen.

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Das Exposé als Reflexionstool

Du kannst dein Exposé nutzen, um deine Ideen zu deinem Thema schriftlich festzuhalten und zu konkretisieren. Wenn du ein Exposé schreibst, musst du über bestimmte Punkte genauer nachzudenken und konkret auszuarbeiten, wie du etwas umsetzen willst. Vielleicht hast du bisher eine grobe Idee, z. B. „Ich möchte etwas zum Thema XY machen.“, „Ich möchte herausfinden, ob/wie…“ oder „Ich würde gerne mit Theory X/Methode Y arbeiten.“. Vielleicht sind auch einzelne Punkte bereits konkreter, während du andere Aspekte bisher noch  gar nicht bedacht hast. Die Struktur des Exposés hilft dir dabei, die Punkte, die für dich schon klar sind, schriftlich festzuhalten und dir für die noch offenen Punkten ganz konkret zu überlegen, wie du das machen willst.

Damit du das Exposé als Reflexionstool gut nutzen kannst, achte darauf, dass es wirklich als „Wegweiser“ oder „Rezept“ für die weiteren Schritte deiner Bachelor- oder Masterarbeit dienen kann. Überlege z. B., ob auch eine andere Person auf der Basis deiner Ausführungen wüsste, was konkret zu tun ist.

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Das Exposé als Kommunikationstool

Nachdem du für dich niedergeschrieben hast, worum es in deiner Arbeit gehen soll bzw. welche Fragestellung (und ggf. Hypothesen) du mit welchen Mitteln untersuchen willst, kannst du das Exposé nutzen, um mit anderen über dein Vorhaben zu kommunizieren. Damit das möglich ist, solltest du darauf achten, dass deine Ausführungen für andere gut nachvollziehbar sind und du all deine Überlegungen, Begründungen usw. explizit machst (die meisten Menschen können nämlich keine Gedanken lesen).

Vielleicht bietet deine Betreuung an, dir Rückmeldung zu deinem Exposé zu geben (ruhig mal nachfragen, ob das möglich ist, auch wenn es nicht explizit gefordert wird). Dein Exposé dient dann als Gesprächsgrundlage und deine Betreuung weiß, was du konkret planst. Sie kann dir dann z. B. eine Rückmeldung geben, ob du das Thema angemessen eingegrenzt hast und ob deine geplante Vorgehensweise zur Beantwortung deiner Fragestellung gut geeignet ist. Rückmeldungen zum wissenschaftlichen Schreiben und zur Zitationsweise sind auf Basis des vergleichsweise kurzen Exposés oft ebenfalls schon möglich. Wenn ein Exposé vorliegt, kann deine Betreuung auch viel konkreter auf Fragen eingehen, die du zu diesem Zeitpunkt noch hast. Und es kann auch gut sein, dass deine Betreuung einfach noch ein paar wertvolle Ideen beisteuert.

Wenn deine Betreuung keine Rückmeldung zum Exposé anbietet, kann es trotzdem sinnvoll sein, eines zu schreiben. Du kannst dir auch z. B. von anderen Studierenden oder auch im Rahmen eines Coachings Rückmeldung zu deinem Exposé einholen: Schreibe ich verständlich? Ist klar, was ich vorhabe? Wird deutlich, warum die Fragestellung relevant ist? Ist ersichtlich, wie ich vorgehen will und warum die geplante Vorgehensweise sinnvoll ist? Zu solchen Fragen kannst du dir Rückmeldung holen, wenn du dir selbst unsicher bist.

Darüber hinaus kann das Exposé dir helfen, anderen das Thema deiner Abschlussarbeit vorzustellen, während du noch daran arbeitest. Vielleicht bewirbst du dich schon auf Stellen oder weiterführende Studiengänge, während du noch an deiner Abschlussarbeit schreibst. In diesem Rahmen möchtest du vielleicht kurz wiedergeben, woran du arbeitest oder wirst im Gespräch danach gefragt. Wenn du vorher ein Exposé geschrieben hast, ist es viel einfacher, dir eine kurze Zusammenfassung deiner Arbeit zu überlegen.

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Fazit:

Egal, ob deine Betreuung ein Exposé fordert oder nicht – es kann sich auf jeden Fall lohnen, eines zu erstellen. Je konkreter du dein Vorhaben ausarbeitest, desto besser kannst du dein Exposé zur eigenen Reflexion und Planung sowie zur Kommunikation mit anderen nutzen. Also los!

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Schreibst du gerade ein Exposé für deine Abschlussarbeit? Schreib mir gerne, was dir dabei besonders schwerfällt. So kann ich konkrete Herausforderungen, die du vielleicht gerade hast, bei zukünftigen Blogartikeln berücksichtigen.

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